Obertauern

60 Jahre Gebrüder Krings in Obertauern

Der Winter 2017/18 ist ein ganz besonderer für die Gebrüder Krings in Obertauern. Denn genau vor 60 Jahren legten die Brüder Theodor, Gerhard und Manfred Krings mit der Errichtung einer kleinen, eigenen Schleppliftanlage den Grundstein für ihr heutiges Imperium.

„Trotz harten Zeiten speziell in den Anfangsjahren hat es die Familie Krings geschafft, großartige Betriebe auf die Beine zu stellen und bietet knapp 200 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz“, erläuterte der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Eröffnung der neuen 8er-Sessel Seekarspitzbahn – dem jüngsten Großprojekt der Gebrüder Krings –  im Dezember 2017 in Obertauern.

Einen Teil der Ansprache des Landeshauptmanns anlässlich „60 Jahre Firma Gebrüder Krings“, sieht man hier im Video, das in der Kringsalm aufgenommen wurde:

Vom Kleinunternehmertum zum Familienimperium

Was im Jahr 1957 mit einer kleinen Schleppliftanlage am Grünwaldsee begann, präsentiert sich  heute mit

  • Bergbahnen,
  • dem Hotel Das Seekarhaus,
  • der Hochalm,
  • dem Appartementhaus Christophorus,
  • der Landwirtschaft in Untertauern und der Almwirtschaft in Obertauern
  • sowie dem Stammhaus der Familie, der Kringsalm,

als wahres Familienimperium. Möglich wurde dies – nicht zuletzt aufgrund fehlender finanzieller Mittel in den Anfangszeiten – vor allem durch unermüdlichen Einsatz und Fleiß der Brüder Theodor, Gerhard und Manfred Krings.

Die erste Schleppliftanlage der Gebrüder Krings im Jahr 1957

Der erste, zu Weihnachten 1957 in Betrieb genommene Lift war gerade einmal 200 m lang und befand sich am Grünwaldsee – ungefähr dort, wo sich die heutige Hochalmbahn befindet.

Der erste Kleinschlepplift der Gebrüder Krings in Obertauern, der Grünwaldseelift im Jahr 1957/58!
Der erste Kleinschlepplift der Gebrüder Krings in Obertauern, der „Grünwaldseelift“ im Jahr 1957/58!

Für den Bau musste der Sand im Seekar gewonnen werden und zu Fuß vom heutigen Sonnhof aus hinauf zum Grünwaldsee getragen werden.

Das Wetter war den drei Brüdern in diesem ersten Winter der Selbständigkeit nicht hold. Bis zum Stefanitag hatte Obertauern überhaupt keinen Schnee, danach stürmte und schneite es bis zum Heiligen Drei König Tag, sodass die erhofften, gerade bei Neubeginn eines Betriebes so dringend benötigten, Weihnachtsgäste ausblieben. Auch die Anlieferung des für den Betrieb nötigen Benzins gestaltete sich damals schwierig. So mussten Benzinkanister mit dem damaligen Grünwaldkopf-Einersessellift gegen Bezahlung hochgebracht und per Skier zur Anlage gefahren werden. Präpariert wurden die Pisten übrigens mit den Skiern. Es waren vor allem Jugendgruppen, die gegen Freifahrten den Hang hinauf „brettelten“ und so die Piste präparierten.

Aber all den Anfangsproblemen zum Trotz ließen die Brüder nicht locker. Erneuerten, expandierten. Arbeiteten immer fleißig weiter.

Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Seekarspitzbahn im Dezember 2017 in Obertauern: Franz Hörl, Obmann Seilbahnen Österreich, Maria und Theodor Krings, Gerhard und Thea Krings, LH Dr. Wilfried Haslauer, Lisi und Manfred Krings (v.li.n.re.).
Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Seekarspitzbahn im Dezember 2017 in Obertauern: Franz Hörl, Obmann Seilbahnen Österreich, Maria und Theodor Krings, Gerhard und Thea Krings, LH Dr. Wilfried Haslauer, Lisi und Manfred Krings (v.li.n.re.).

Unermüdliches Engagement, das auch Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), bei seinem Besuch anlässlich der offiziellen Eröffnung der 8er Seekarspitzbahn zu würdigen wusste, indem er betonte: „Der österreichische Tourismus wurde durch die Pionierarbeit der Familie Krings im Bereich Lifte und Gastronomie sehr geprägt.“

Die neue, topmoderne Seekarspitzbahn

Der bislang „letzte große Wurf“  gelang der Familie Krings mit der neuen 8er Sesselbahn „Seekarspitzbahn“, die zu Winter-Saisonstart 2017/18 in Betrieb ging. Investiert wurden hierfür rund 18 Millionen Euro.

Die neue Bahn bringt Wintersportler in nur 4:07 Minuten von der Talstation, die sich direkt neben dem Seekarhaus und der Kringsalm befindet, auf die in 2.204 Meter Seehöhe gelegene Bergstation am Seekarspitz.. Dabei werden 1.470 Meter Länge und eine Höhendifferenz von 398 Metern überwunden. „Die 49 Ledersessel unserer neuen Seekarspitzbahn sind beheizt sowie mit Kindersicherung und einer Schutzhaube ausgestattet. Wir haben uns aus technischer Sicht für eine topmoderne Lösung entschieden, die mit nachhaltigen Stärken überzeugt: geringe Geräuschentwicklung, niedriger Stromverbrauch und überschaubare Wartungskosten“, erklärte Manfred Krings, Geschäftsführer der Gebrüder Krings Bergbahnen GmbH, bei der offiziellen Eröffnung im Dezember 2017.

 

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