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Tipps für einen Stopover in Singapur

Tipps für einen Stopover in Singapur

Tipps für einen Stopover in Singapur

„Wenn schon, denn schon“ lautet die Devise bei einem Stopover in Singapur. Denn ist man schon einmal in der Löwenstadt, sollte man bestimmte Orte nicht missen. Wie etwa das Marina Bay Sands. Also: „Augen zu und Karte durch!“ Denn Singapurs „Aushängeschild Nummer 1“ sollte man sich gönnen und zumindest für eine Nacht buchen. Damit kann man nicht nur im berühmten Hotel-Pool plantschen, man ist zudem direkt am Marina Bay und bei den Gardens oft the Bay.

Viele Reiseziele sind mit einem Stopover in Singapur verbunden. Eigentlich an sich schon Grund genug, um ein, zwei Tage an den Urlaub anzuhängen und diese Metropole der Superlative zu erkunden. Aber Singapur lohnt sich auch ohne „hehre Ziele“, wie etwa Bali oder Australien, zu besuchen. Den Stadtstaat sollte man wirklich gesehen haben.

Günstige Stopover-Airline-Angebote

Einige Airlines, wie etwa Singapore Airlines, bieten übrigens günstige Stopover-Angebote an [hier zum Beispiel das Singapore Stopover Holiday-Programm]. Einen Blick darauf zu werfen lohnt sich allemal. Das Marina Bay Sands haben zwar die wenigsten im Programm, aber zahlreiche andere Partnerhotels. Einige bieten zumindest die Aussicht auf das Marina Bay Sands. Will man keine Nacht anhängen und hat aber mehr als fünfeinhalb Stunden Aufenthalt am internationalen Drehkreuz Changi Airport, gibt es die Möglichkeit, an einer – je nach Airline – teils sogar kostenlosen Stadtführung teilzunehmen. Absolut empfehlenswert, um wenigsten einen kleinen Einblick in das bunte Leben dieser modernen Metropole zu erhaschen.

Hotel Marina Bay Sands

Nun, ganz gleich, welche Art man wählt, um den Stadtstaat zu erkunden. Am hippen Lifestylehotel Marina Bay Sands kommt man kaum vorbei. Es gilt als das „neue Wahrzeichen“ der boomenden Metropole. Architektonisch schon von außen ein absoluter Hingucker, ist es vor allem für seinen sensationellen, 146 Meter langen Infinity Pool berühmt.

Dieser am Dach des 2010 eröffneten, imposanten Gebäudes gelegene Pool ist ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Schwimmen in seiner ursprünglichen Form ist hierbei übrigens nicht angesagt. Vielmehr watet man, meist umringt von zahlreichen Menschen, durch das maximal brusthohe Wasser und versucht, am äußeren Rand des Bassins einen Platz zu ergattern. Geschafft, ist bei den meisten natürlich mal zuerst das obligatorische Selfie angesagt. Man sieht also mehr Menschen beim Posen als beim Schwimmen. Trotzdem. Wie bereits erwähnt: „Wenn schon, denn schon“. Und da gehört das „Waten“ in der weltweit größten Außenpoolanlage in so schwindelerregender Höhe nun mal dazu.

Übrigens: Auf Booking.com sind immer wieder Aktionen zu finden, mit denen man es sich auch als „Normalsterblicher“ leisten kann, einmal in dieser gigantischen Anlage zu nächtigen.

Das Marina Bay Sands – mehr als ein Hotel

Singapurs „Aushängeschild Nummer 1“: Das futuristisch anmutende Hotel Marina Bay Sands.

Nicht-Hotelgäste haben die Möglichkeit, den auf dem Dach angebrachten „SkyPark“ zu besuchen. Dies ist allerdings mit Kosten und meist mit einer nicht unerheblichen Wartezeit verbunden.

Aber auch ohne auf das Dach zu fahren lohnt sich eine Besichtigung des hippen Bauwerks. Denn neben dem Hotel beherbergt das Marina Bay Sands auch ein Casino, eine Shoppingmall, zahlreiche Restaurants und Cafés. Als Hotelgast ist es dabei gut, seine Zimmerkarte parat zu haben, und so in den Genuss zahlreicher Vergünstigungen zu kommen.
Erkundet man Singapur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, steigt man bei der MRT-Station „Bayfront“ aus, um zum Marina Bay Sands zu kommen. Genial ist auch die zentrale Lage des riesigen Komplexes. Über die Helix Bridge gelangt man fußläufig auf der Skyline-Promenade bis zur Merlion Statue. Auf der anderen Seite kommt man über eine Brücke direkt zu den Gardens by the Bay.

Ein Stopover-Muss: Gardens by the Bay

Die Besichtigung dieses riesigen, auf künstlich aufgeschütteten Land errichteten Parks gehört bei einem Singapur-Aufenthalt einfach dazu. Vor allem die riesigen, 25 bis 50 Meter hohen, aus Stahl und Beton errichteten Supertrees muss man einfach gesehen haben. Die auf diesen Mammutbäumen nachempfundenen, vertikal angeordneten Gärten sammeln Regenwasser, versorgen sich teilweise selbst mit Sonnenenergie und dienen zudem als Belüftungskanäle der beiden Gewächshäuser Flower Dome und Cloud Forest.

Die Besichtigung der Mammutbäumen nachempfundenen Supertrees im Gardens of the Bay gehört bei einem Singapur-Stopover definitiv dazu!

Spektakulär auch die Besucherbrücke, der sogenannte Skyway, der die Bäume miteinander verbindet und einen spektakulären Blick auf die futuristische Parklandschaft bietet. Während der Besuch der Supertrees gratis ist, wird für den Skyway Eintritt von ca. sieben Euro verlangt.

Besonders empfehlenswert ist dabei übrigens die allabendlich stattfindende Lichtshow, für die die Supertrees die imposante Kulisse bilden.

Gigantische Lightshows

Gut geplant, kann man an einem Abend sowohl die Sound- und Light-Show im Gardens by the Bay bestaunen, als auch die Wassershow vor dem Marina Bay Sands.

Die Spectra-Wassershow vor dem Marina Bay Sands.

Gardens by the Bay-Rhapsody-Lightshow: 7.45 und 8.45
Spectra-Wassershow vor dem Marina Bay Sands: 20 Uhr und 21 Uhr

Flower Dome und Cloud Forest

Ebenfalls im Gardens of the Bay beheimatet sind der Flower Dome und der Cloud Forest. Dabei handelt es sich um zwei riesige Gewächshäuser, die unter anderem durch ihre beeindruckende Architektur besichtigungswert sind. Denn ohne, dass Säulen oder Pfeiler den Blick trüben, umschließen riesige, freitragende und freistehende Glasdächer die beiden großen Biotope.

Blick vom Marina Bay Sands auf die Gardens of the Bay mit Supertrees, Flower Dome und Cloud Forest.

Beide kann man sowohl mit Kombi- als auch Einzelticket erleben. Der Preis für den Einzeleintritt für die beiden Gewächshauskuppeln beläuft sich auf jeweils ca. 20 Euro.

Flower Dome

Der Flower Dome ist mit seinen 1,2 Hektar das größte, frei tragende Gewächshaus der Welt. Hier kann man das kühle, trockene Klima von verschiedenen Regionen, wie etwa Kalifornien oder dem europäischen Mittelmeerraum erleben und mehr als 32.000 Pflanzen bestaunen.
Bei einem Rundgang kommt man an riesigen Baobabs, uralten Olivenbäumen und Kakteen vorbei. Kann man, muss man aber nicht gesehen haben. Anders der Cloud Forest.

Cloud Forest Dome

Im „Nebelwald-Dom“ wird man, wie der Name schon sagt, in einen feuchten, tropischen Nebelwald versetzt. Zudem ist es dort wahrlich kühl – beim Betreten der Glaskonstruktion ist man versucht, sich eine dicke Jacke anzuziehen. Wobei es einem dann aber auch gleich wieder warm wird, lässt man den Lift links liegen und erklimmt den 35 Meter hohen Nebelberg zu Fuß.
Oben angekommen, kann man vom „Cloud Mountain“ den größten überdachten Wasserfall der Welt und zahlreiche Orchideen, Farne und Bromelien bestaunen.

„Bergab“ geht es die sieben Stockwerke auf einem teilweise frei in der Luft schwebenden Weg, der nicht nur einen herrlichen Blick auf die Flora, sondern auch durch die Glaskonstruktion ins Freie ermöglicht. So genießt man unter anderem eine herrliche Aussicht auf das Marina Bay Sands oder den benachbarten Singapur Flyer.

Der Singapur Flyer

Der Singapur Flyer ist mit seinen 165 Metern das zweitgrößte Riesenrad der Welt. Sechs Jahre nach der Eröffnung, 2014, wurde ihm der erste Rang vom lediglich drei Meter höheren „The High Roller“ in Las Vegas abgelaufen. Aber für all jene, die Superlativen lieben: Sie können immerhin noch sagen, dass sie mit dem größten Riesenrad Asiens gefahren sind. Auch Romantiker sind hier bestens aufgehoben: Für sie besteht die Möglichkeit, eines der Spezialpakete, wie ein elegantes Gondel-Dinner, zu buchen. Bodenständige lassen die Fahrt mit dem Riesenrad ganz aus und besuchen die dortige „Singapore Food Treats“, eine einzigartige, im Stil der 60er Jahre gehaltene Essensstraße.

Kein Stopover in Singapur ohne Streetfood

Ja, Essen zu gehen ist so eine Sache in Singapur. Natürlich gibt es zig tolle Lokale, die Küche auf höchstem Niveau und mit den unterschiedlichsten Einflüssen bietet. Als Heimat zahlreicher Sterneköche bietet Singapur einige der besten Restaurants der Welt.

Eigentlich bekannt ist Singapur aber vor allem für sein riesiges Angebot an Straßenküche. Zumindest eines der über 100 „Hawker Center“ sollte man schon besucht haben. Hier gibt es günstig Köstlichkeiten aus den verschiedensten Kulturen. Wobei diese Zentren durchaus gewöhnungsbedürftig sind. Gemütliche Stimmung kommt hier nicht auf. Vielmehr teilt man sich die oft verschmutzten Tische mit zahlreichen Menschen. Es ist daher Geschmacksache, ob man sich mit dieser Essenskultur anfreunden kann.

Der Foodcorner in Little India.

Eine gute Gelegenheit, diverse Foodcourts zu besuchen, bietet der Hop on – Hopp off-Bus, mit dem man bequem die verschiedenen Viertel und ihre jeweiligen, oft nationenspezifischen Spezialitäten erkunden kann.

Singapur-Sightseeing mit Hopp on – Hop off

Gemütlich am oberen Bus-Deck in der Sonne sitzen, die vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten und Insiderinformationen über Singapur und die jeweiligen via Kopfhörer in beliebiger Sprache präsentiert bekommen: Das bedeutet Hop on – Hop off natürlich auch in Singapur. Wobei man die Touren, neigt man nicht zu exzessivem Sightseeing, locker in einem halben Tag bewältigen kann, um einen Eindruck der wichtigsten Orte und Viertel der Stadt zu gewinnen.

In Singapur werden zwei Hauptrouten angeboten.

Für eine Gültigkeit von 24 Stunden ab dem Zeitpunkt der ersten Verwendung bezahlt man ca. 28.– Euro. Gut investiertes Geld, denn man sieht doch einiges und kann zudem bei kostenlosen Führungen in Chinatown und Little India teilnehmen.

Besuch der ATLAS Bar

Einplanen sollte man unbedingt auch einen Besuch der imposanten ATLAS Bar. Sie zählt zu den 20 besten Bars der Welt. Gelegen im Stadtteil Bungis, beherbergt sie nicht nur eine der weltweit bemerkenswertesten Sammlungen von Gin und Champagner, sondern ist alleine ihres Ambientes wegen zu besuchen.

Zählt nicht nur in Singapur, sondern weltweit zu den besten Bars: Die ATLAS Bar.

Die imposante Lokalität ist im Art-déco-Style designet und versetzt einen in die dekadenten 20er Jahre. Dass die hochwertigen Cocktails auch ihren Preis haben vergisst man da gerne und schnell.

Übrigens: Man braucht sich nicht zu genieren, wenn einem beim Eintreten ein ehrfürchtiges „Wow“ entfleucht. Dies sind die bemerkenswert zuvorkommenden Mitarbeiter durchaus gewohnt sie wissen wohl, dass man nicht alle Tage seinen Drink am vermeintlichen Drehort von „The Great Gatsby“ nimmt. Wobei es nicht unbedingt ein Drink sein muss. In der ATLAS Bar kann man sowohl zu Mittag als auch am Abend hervorragend speisen oder – very british – zum Afternoon-Tea kommen.

Beste Reisezeit für einen Stopover in Singapur

Als beste Reisezeit um das zu den meist besuchtesten Städten der Welt zählende Singapur zu besuchen gelten die Monate März bis September. Da locken sechs Sonnenstunden, 25 bis 32 Grad und weniger Regen. Von November bis Januar gibt es den meisten Niederschlag und die Luftfeuchtigkeit kann bis auf 100 Prozent ansteigen. Generell sagt man von Singapur, es gibt nur zwei Wetterlagen:

„Entweder scheint die Sonne und es ist heiß.
Oder es regnet und es ist heiß.“

Durchgehend angenehm sind die Wassertemperaturen. Sie liegen das ganze Jahr um die 27 bis 28 Grad.

Einreise nach Singapur

Gleich vorweg: Auch in Singapur gilt „Es wird nichts so heiß gegessen, wie gekocht wird“. Liest man sich in gewissen Foren über Singapur ein, wird immer wieder betont, wie streng gewisse, uns völlig normal erscheinende Dinge, gehandhabt werden. So ist etwa auch die Einfuhr von Kaugummis und Zigaretten untersagt. Und dies werde ausnahmslos kontrolliert. Nun, nicht jeder bemerkt dann auch wirklich etwas davon. Zumindest nicht, wenn man mit dem Flugzeug einreist. Wobei man dies natürlich nicht austesten sollte. Immerhin gibt es in Singapur die Prügel- und sogar die Todesstrafe. Letztere steht zum Beispiel auf den Besitz oder die Einfuhr von Drogen.

Aufpassen sollte man auch bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und deren Stationen. Dort sind Essen und Trinken, wie auch das Rauchen untersagt.

Singapur-Einreise auf einem Blick

Weiterführende Informationen gibt es länderspezifisch unter anderem für:

Österreicher: Beim Bundesministerium

Deutsche: Beim Auswärtigen Amt

Schweizer: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten [EDA]

Empfehlenswert ist zudem der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall, da keine Sozialversicherungsabkommen bestehen.

Singapur – Zahlen und Fakten

 

 

[Der Beitrag erschien ursprünglich am 7. November 2018 und wurde am 19. September überarbeitet.]

 

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