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Lissabon-Tipps für den perfekten Städtetrip

Lissabon Tipps fuer den idealen Staedtetrip

Lissabon ist immer eine Reise wert. Tipps für den gelungenen Kurztrip hier am Blogazin.

Es gibt sie, selten aber doch: Städte, die dich von Anfang an ganz in ihren Bann ziehen. Dich faszinieren, einladen zu bleiben oder zumindest auffordern, baldigst wieder zu kommen. Lissabon gehört definitiv dazu. Mit diesen Lissabon-Tipps gelingt ein Kurzaufenthalt in Portugals lebensfroher, im Aufbruch stehender Metropole.

Es ist dieser morbide Charme, gepaart mit überall spürbarer Aufbruchsstimmung, der die Herzen der Lissabon-Besucher höherschlagen lassen. Auch wenn die Stadt wegen der vielen Touristen in neuester Zeit in Verruf geraten ist. Ein Besuch der „Schönen am Tejo“ lohnt sich allemal. Und sei es nur für ein verlängertes Wochenende. Einmal besucht, ist man vom allgegenwärtigen Laissez-Fair der Portugiesen, dem Ächzen der nostalgischen Straßenbahnen, den Zeugnissen kolonialen Glanzes und dieser einmaligen Aufbruchsstimmung fasziniert. Zudem: Lissabon zählt zu Europas Ganzjahres-Destinationen. Denn selbst in den Wintermonaten zeigt das Thermometer durchschnittlich – im Vergleich zum restlichen Europa – angenehme 15 Grad. Beste Reisezeit ist laut Klimatabelle allerdings von April bis September. Ganz gleich, wann Du die malerische Stadt besuchst, folgende Tipps solltest Du dir für den perfekten Städtetrip ansehen:

Lissabon-Tipp 1:
Buche ein zentral gelegenes Hotel

Gerade für Touristen, die nicht mit eigenem Auto anreisen, empfiehlt es sich, eines der zentralen Hotels zu buchen. Denn so kann man direkt in das Lissabon so eigenem Flair eintauchen. Ein zentrales, preislich im Mittelfeld liegendes Hotel ist das Hotel Mundial. In nur wenigen Schritten ist man von diesem im Herzen der pulsierenden Metropole. Somit natürlich auch in der Fußgängerzone Rua Augusta, die direkt zur Praca do Comèrcio führt. Die berühmte 28er-Tram hat direkt gegenüber ihre Haltestelle. So kann man bereits beim Frühstück die anstehende und scheinbar nie endende Menschenschlange bestaunen.

Tolle Rooftop-Bar im Hotel Mundial

Zudem verfügt das Mundial über eine der angesagten Rooftop-Bars. Von dort lässt es sich nicht nur herrlich auf die umliegenden Hügel blicken, sondern auch coolen DJ-Klängen bei einem Fläschchen Wein lauschen.

Übrigens: Der Flughafen von Lissabon befindet sich keine zehn Kilometer nördlich vom Stadtzentrum entfernt. Also ideal für alle Flugbegeisterten. Ins Zentrum gelangt man leicht mit Taxi oder – in der günstigeren Variante – dem Aerobus. Am Heimweg empfiehlt es sich allerdings gleich auf ein Taxi zurückzugreifen. Die Fahrpläne des Aerobus werden – sagen wir es mal so – sehr flexibel eingehalten … Sprich: Er kommt von pünktlich, über verspätet bis gar nicht.

Lissabon-Tipp 2:
Erkunde die Stadt mit dem Yellow Bus

Wer keine Lust hat, sich in die riesige Warteschlange an den Tramhaltestellen für die Linie 28 einzureihen, um dann in einer hoffnungslos überfüllten Straßenbahn zu stehen, sollte sich ein „Bus & Tram“-Ticket von Yellow Bus leisten. Eine der Routen ist beinahe ident mit jener der Linie 28 – nur kann man in den elèctricos von Yellow Bus gemütlich sitzend und ohne Gedränge die Strecke erkunden. Ein absolutes Muss für jeden Lissabon-Besucher! Die antiken Straßenbahnen bieten teilweise auch den klassische Hop-On-Hop-Off-Sightseeing-Audio-Guide. So bekommt man auch während man „hügelauf- und hügelab“ mit den Trams durch enge Gassen saust, relevante Lissabon-Tipps in mehreren Sprachen via Kopfhörer präsentiert.

Lissabons meist überfülltes Aushängeschild: Die Tram Nummer 28.

Aber Achtung, solltest Du Dich doch für die originale Tour in der berühmten 28er-Tram entscheiden, pass unbedingt gut auf Deine sieben Sachen auf. Die Linie gilt als absolut heißer Tipp unter Taschendieben. Eigene Hinweisschilder warnen sogar vor der Gefahr von Diebstahl.
Genug vom Straßenbahnfahren? Dann setze Dich doch einfach in einen der „Oben-Ohne-Doppeldeckerbusse“ und genieße Lissabon im Verbeiziehen, während Du gemütlich in der Sonne sitzt. Die Touren sind unterschiedlich und führen unter anderem bis zum bekannten Wehrturm Torre de Belèm.

Das Hieronymitenkloster in Belém, besser bekannt als „Mosteiro dos Jerónimos“.

Wie in den meisten Metropolen sind die Hop on-Hop off-Busse und Trams eine ideale Möglichkeit, sich einen ersten Überblick über die Stadt und ihre Eigenheiten zu verschaffen.

Wer lieber zu Fuß oder günstiger unterwegs ist, kann Lissabon unter anderem mit der Free Walking Tour  erkunden. In rund drei Stunden bekommt man hier nicht nur einen Überblick von der Stadt, sondern auch viel Historisches präsentiert. Entlohnt wird der Rundgang mit einer freiwilligen Spende.

Lissabon-Tipp 3:
Lass Dich treiben und nutze die elevadors

Eines schon mal vorweg: Lass Deine Stöckelschuhe getrost zu Hause! Auf den Pflastersteinen der teils wirklich steilen Straßen – Lissabon ist die Stadt der sieben Hügel – bist Du damit verloren. Mit High Heels sind die ohnehin schon weiten, teils steilen Wege eine Herausforderung, die selbst eingefleischte Modequeens kaum bewältigen. Glaube mir, Du machst – solltest Du mit ihnen sogar auf dem Kopfsteinpflaster gehen können – spätestens bei der nächsten Steigung bestenfalls eine schlechte Figur.

Mit gutem Schuhwerk ausgestattet, lässt sich die Stadt allerdings per pedes bestens erkunden. Alle höher gelegenen Viertel sind in Lissabon mit den berühmten Aufzügen gut erreichbar. Und: Manche elevadors sind eine Attraktion für sich! So auch der „Elevador de Santa Justa“. Der historische Aufzug stammt aus dem Jahre 1902 und besticht durch seine sehenswerte Gusseisenkonstruktion. Mit der Kabine gelangt man von der Unterstadt, nahe des Rossio Platzes, in das Altstadtviertel Chiado.

Der „Elevador de Santa Justa“ in Lissabon.

Elevador da Glória

Ebenfalls sehenswert ist die Standseilbahn „Elevador da Glória“. Seit dem Jahr 1885 verbindet sie die Baixa mit der Bairro Alto. Dabei muss man sie nicht unbedingt nutzen. Selbst das Entlanggehen an den Geleisen ist ein Erlebnis für sich. Erreichbar ist sie via der Praca dos Restauradores, beziehungsweise vom Aussichtspunkt Sao Pedro de Alcântara.

Der „Elevador da Glória“, der vom Lissaboner Stadtteil Baixa hinauf ins Bairro Alto fährt.

Lass dich durch die verschiedenen Viertel treiben, verirre Dich in den verwinkelten Gassen, bummle am Rossio, verweile auf den zahlreichen „Miradouros“ – so werden die Aussichtspunkte genannt –  und entdecke ganz individuell diese einzige Stadt.

Lissabon-Tipp 4:
Gönn dir die berühmten Pastéis de Nata

Diese Lissabon-Spezialität ist wirklich jede Sünde wert! Einmal die köstlichen Blätterteigtäschchen mit Vanillecremefüllung probiert und Du wirst für immer und ewig davon schwärmen. Die originalen „Pasteis de Belém“ gibt es übrigens in der Rua Belém 84-92, in der angesagten und durch ihre Warteschlange vor der Tür erkennbare Confeitaria de Belém.
Ich selbst habe meine ersten in der kleinen Bäckerei Manteigaria zwischen Bairro Alto und Chiado [Rua do Loreto 2, am Largo de Camoes] erstanden. Und ich war, wie zahlreiche andere [das Manteigaria zählt mittlerweile zu den top Adressen für pastéis de nata und wurde u.a. mit dem „Zertifikat für Exzellenz“ auf Trip Advisor ausgezeichnet], mehr als begeistert!

Lissabon-Tipp 5:
Hol Dir eine Mini-Fliese als Souvenir

Ja, ab und an darf es auch ein wenig kitschig sein … Ich muss leider zugeben, ich liebe diese Kühlschrankmagneten. Und ja, natürlich werde ich auf Reisen deswegen auch immer wieder ausgelacht. Aber die kleinen Dinger verzieren nun mal meine Küche und erinnern mich jedes Mal aufs Neue an bestimmte Gegebenheiten und atemberaubenden Städte. Als Andenken an Lissabon habe ich eine Mini-Keramikfliese erstanden.

Lisboa-Minikeramikfliese als Kühlschrankmagnet.

Die für Lissabon so typischen, farbenfrohen Kacheln sind in Portugals Hauptstadt allgegenwärtig. Ob an Hauswänden, Treppen, Sitzgelegenheiten, in U-Bahn-Stationen oder an diversen Bögen – an ihnen kommt man einfach nicht vorbei. Grund genug, um sich ein kleines Souvenir dieser von den Mauren überlieferten, eigenen Kunst in Form von Untersetzer oder eben dem klassischen Kühlschrankmagneten mit heimzunehmen.

Azulejos prägen das Stadtbild Lissabons.

Lissabon-Tipp 6:
Schreibe eine Postkarte – aber aus Kork

Auf den ersten Blick scheint es in Lissabon nichts zu geben, das nicht auch in einer Kork-Variante verfügbar ist. Portugal ist Weltmarktführer in der Korkproduktion. Man kann unter anderem Taschen, Schuhe, Schirme, Souvenirs und sogar Postkarten aus Kork erstehen.
Die originellen Ansichtskarten aus Kork sind natürlich auch für den Versand geeignet. Also überrasche Deine Freunde doch und schicke ihnen eines dieser wirklich originellen Exemplare.
Die dafür nötigen Briefmarken bekommt man in Postämtern, Tabakläden – den „Estancos“, Automaten und Hotels. Etwas schwieriger gestaltet sich dann nur die Aufgabe der Karten. Denn Briefkästen sind rar. Einmal gefunden, gilt es nur noch die Unterscheidung zwischen blauen und roten Briefkästen zu checken. Für diejenigen, die nicht Portugiesisch sprechen, gar nicht so leicht. Die blauen Kästen sind übrigens lediglich für Expresszustellung gedacht …

Du planst auch gerade einen Städtetrip nach Lissabon oder bist gerade zurück und hast ein paar extra Tipps? Erzähle davon in den Kommentaren – ich würde mich freuen!

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