Business- und Karriere-Tipps

Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop: Tipps für perfekte Instagram-Bilder

„Aus der Corona-geschuldeten Auftragsnot eine Tugend machen“, dachte sich die Salzburger Fotografin Doris Wild. So lud sie kurzerhand zum „Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“ in die Mozartstadt, bei dem sie Basis-Tipps für das perfekte Instagram-Foto preisgab.

Fotografin Doris Wild gilt als „alter Hase“ in der Kommunikationsbranche und ist aus der Salzburger Kreativ-Szene nicht wegzudenken. Kaum ein offizieller Pressetermin oder Großevent, bei dem die quirlige, nicht zuletzt durch ihren stets in auffallenden Farben gefärbten Haarschopf herausstechende Salzburgerin nicht präsent ist.

Der Corona-bedingte Stillstand und die einhergehende Wirtschaftskrise sind natürlich auch an ihr nicht spurlos vorübergegangen. Normalerweise prall gefüllte Auftragsbücher wandelten sich sozusagen „über Nacht“ in von Stornierungen gefüllte Seiten. Das präzise und eng getaktete Arbeitsleben wurde plötzlich von viel freier Zeit abgelöst.

„Für einen bekennenden Workaholic wie mich, der, allein schon beruflich bedingt, immer unter Menschen ist, eine doppelte Herausforderung“, erzählt Wild. So kam ihr, im Zuge der ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die Idee, einen Instawalk-Fotoworkshop zu initiieren. „Ich wollte unbedingt wieder etwas mit Menschen machen und nicht weiterhin alleine in der Agentur vor dem Computer arbeiten. Nachdem ich ja schon viele Foto-Workshops angeboten habe, kam mir die Idee, diese nun in einer neuen Form durchzuführen“, erläutert Wild.

Es wäre nicht Wild, hätte sie die Idee nicht auch kurzerhand umgesetzt. Der Erfolg gab ihr Recht: Kaum ausgeschrieben, war der erste „Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“ auch schon ausgebucht. „Ich setze bewusst auf kleine Gruppen“, meint Wild und ergänzt: „Nicht nur, dass es die gesetzlichen Rahmenbedingungen zurzeit vorgeben, ich möchte die Teilnehmer auch individuell beraten können.“

Die Salzburger Fotografin Doris Wild bietet nun auch Instawalk-Fotoworkshops an. Foto: Wildbild
Die Salzburger Fotografin Doris Wild bietet nun auch Instawalk-Fotoworkshops an. Foto: Wildbild

„Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“-Auftakt

So fand sich auch am Vormittag des 4. Mai 2020 eine überschaubare Runde von sechs Personen am Salzburger Kapitelplatz zum ersten „Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“ ein. Brav Abstand haltend und mit Nasen-Mundschutz ausgestattet, galt es für die Teilnehmer ihre Handys zu zücken, um die Basics der Instagram-Fotografie zu erlernen.

„An Instagram kommen momentan natürlich auch Unternehmen nicht vorbei, außer es handelt sich bei deren Zielgruppe um jüngere Teenager, die man zurzeit in erster Linie über TikTok, YouTube oder Snapchat erreicht“, führt Wild aus. „Zurzeit“ deswegen, weil die Nutzer der verschiedenen Social Media-Plattformen, gleich einer Karawane, im Laufe der Zeit von Netzwerk zu Netzwerk weiterziehen. Menschen, die vor einigen Jahren noch auf Facebook aktiv waren, sind in großer Anzahl zu Instagram gewandert, um das ehemaligen Hype-Netzwerk – außer für berufliche Zwecke oder für Veranstaltungen, da schaut man auch als Junger noch rein – der älteren Generation zu überlassen.

[Wie man sich auf Facebook verhält, ohne in eines der berüchtigten „Fettnäpfchen“ zu treten, kann man im Beitrag „Die zehn verbreitetsten Facebook-Fehler von privaten Nutzern“ nachlesen, Tipps für den optimalen Aufbau einer Facebook-Unternehmensseite bekommt man im Beitrag „Facebook-Unternehmensseite – Tipps zum Erstellen und zur Reichweite“.]

„Instagram lebt bekanntlich von Bildern. Damit diese visuelle Kommunikation auch gut gelingt, gilt es bereits bei der Fotoerstellung auf gewisse Dinge zu achten“, erklärt Wild. Trotz mit rund einer Stunde begrenzter Workshop-Zeit gelang es ihr, zahlreiche Grundlagen der Handyfotografie zu vermitteln.

Anbei drei der von ihr erläuterten und – wenn man es denn weiß – eigentlich leicht und rasch umsetzbaren Basic-Tipps für die optimale Smartphone-Fotografie:

„Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“-Tipp 1:
Ändere die Perspektive

Bei der Fotografie ist es wie im Leben. Man sollte immer wieder den Blickwinkel ändern. So entstehen aus ein und demselben Motiv oft völlig unterschiedliche Bilder.

Zudem: Fotografieren ist keine statische Geschichte. Vielmehr gehe es darum, nicht nur das Objekt, sondern vielmehr auch sich selbst in Position zu bringen. „Oft hilft es bereits, wenn man einfach nur in die Knie geht und schon hat man eine völlig andere Perspektive“, erzählt Wild.

Fotografin und Workshop-Leiterin Doris Wild, hier beim ersten Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop in Salzburg, empfiehlt beim Fotografieren öfters mal die Perspektive zu wechseln und dafür schon auch einmal „in die Knie“ zu gehen. Foto: Kitzenegger
Fotografin und Workshop-Leiterin Doris Wild, hier beim ersten Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop in Salzburg, empfiehlt beim Fotografieren öfters mal die Perspektive zu wechseln und dafür auch einmal „in die Knie“ zu gehen. Foto: Kitzenegger

Aber auch von einem erhöhten Standort aus, etwa, indem man einfach auf eine Bank steigt, erhält man gleich ein völlig anderes Foto. „Dabei gilt es freilich, auch immer den Hintergrund und den Licht-Einfall ,im Auge’ zu behalten“, meint Wild. Denn gerade bei der Smartphone-Fotografie sollte man auf das Licht achten. Mit dem Handy ist es schwierig, bei schlechtem Licht wirklich gute Fotos zu machen.

Doch einige Lichtprobleme lassen sich bereits durch einen Standortwechsel lösen. Denn will man nicht absichtlich starke Kontraste durch Gegenlicht erzeugen, sollte man tunlichst darauf achten, die Sonne als Fotograf im Rücken zu haben.

Aber nicht nur vertikal, sondern auch horizontal sollte der Fotograf eine gewisse Flexibilität an den Tag legen. So können schon wenige Meter dazu beitragen, einen völlig anderen Ausschnitt des Geschehens zu bekommen oder ungewollte Teile, wie etwa einen Kran, auszublenden.

Tipp 2: Bring Bewegung ins Bild

„Es gibt kaum etwas Langweiligeres, als die immer gleichen, statischen Personenbilder“, meint Wild und rät: „Man kann Menschen auch einmal springen lassen, sie als bunt gewürfelte Gruppe portraitieren oder in sonstiger Aktion ablichten.“

In die Luft hüpfende, lachende Leute im richtigen Moment aufzunehmen klingt schwieriger, als es ist. Der Technik sei Dank, verfügen moderne Smartphones mittlerweile nämlich auch dafür über ein einfaches Hilfsmittel. „Serienbilder“ lautet das Zauberwort. „Am I-Phone etwa funktioniert dies so, dass man einfach die Foto-Auslösetaste länger gedrückt hält. Dann werden automatisch zig Fotos in Serie gemacht. Geht man im Anschluss in den Bereich Fotos, sieht man die einzelnen Bilder und braucht lediglich das gewünschte auswählen“, erläutert Wild.

Apropos technische Hilfsmittel: Die meisten Smartphones verfügen über zahlreiche, meist ungenutzte Voreinstellungen. Es empfiehlt sich also wirklich, sich mit den vielen verschiedenen Kamera-Einstellungsmöglichkeiten näher auseinanderzusetzen. „Ein gutes Beispiel ist etwa der Portrait-Modus“, meint Wild, und ergänzt: „Dieser wird von den meisten kaum genutzt. Dabei gewährleistet er bei zahlreichen Aufnahmen eine wirklich gute Bildqualität. Statt zu zoomen, was mit Verlust der Auflösung einhergeht, sollte man auf die Porträt-Einstellung zurückgreifen.“

„Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“-Tipp 3:
Spiele mit Linien und Strukturen

„Der Mensch sucht und liebt symmetrische Arrangements“, weiß Wild. Warum dies also nicht auch als spannendes Gestaltungselement für Fotos verwenden? „Mit grafischen Bestandteilen wie Linien kann man herrliche Kontraste schaffen und den Bildinhalt hervorheben“, erklärt Wild.

Linien können dabei sowohl imaginär– etwa indem einzelne Bildelemente in einer Reihe wahrgenommen werden – als auch tatsächlich im Bild sein. Sie sorgen für eine gewisse Dynamik in der Bildgestaltung und werden im Bildausschnitt je nach gewünschtem Effekt platziert.

Als wahrlich „dankbare“ Fotomotive gelten Strukturen. Gefunden werden sie auf beinahe allen Oberflächen, die nicht gänzlich glatt sind. Sie eigenen sich hervorragend zum Experimentieren, wobei auch hier Bildausschnitt und Bildwinkel für die Wirkung entscheidend sind.

„Richtig spannend werden Fotos natürlich, wenn man die vorgestellten Tipps individuell, gleich einem Koch mit verschiedenen Zutaten für ein Gericht, in einem Foto vereint. Gewisse Fotomotive, wie zum Beispiel die Festung in Salzburg, sind ja eigentlich für alle Menschen gleich. Aber welches Detail man genau betrachtet, wie man es in Szene setzt, aus welcher Perspektive man fotografiert und mit welcher Technik man arbeitet, damit kann man sich abheben. Seinen Instagram-Account zu etwas ganz Besonderem machen. Selbst mit dem Handy“, meint Wild und ergänzt: „Natürlich kann eine Smartphone eine professionelle Kameraausrüstung nicht ersetzen. Aber für Social-Media-Aufnahmen, insbesondere für tolle Instagram-Fotos, ist es – die richtige Handhabung vorausgesetzt – eine wirklich tolle Alternative“.

Kontakt und Termine

Aktuelle Termine für einen „Wildbild-Instawalk-Fotoworkshop“ werden, unter anderem, jeweils auf der Wildbild-Facebook-Seite, auf den Instagram-Kanälen von Wildbild und Doris Wild bekannt gegeben.

Gruppen ab fünf Personen können auch individuelle Workshops buchen.

Informationen zu Doris Wild und ihrem Angebot gibt es auf ihrer Homepage von Wildbild unter „Schulungen“.

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